Im Mai nahmen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3A am Workshop „Schule des Essens“ des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FIBL) teil. Das erklärte Ziel von „Schule des Essens“ ist es, Kinder und Jugendliche für das gute Essen zu begeistern und ihnen das Rüstzeug zu vermitteln, ihre Begeisterung umzusetzen.
Zwei Ernährungs- bzw. Agrarwissenschaftlerinnen vom FIBL waren dafür bei uns zu Gast und betrachteten mit den Jugendlichen einen Vormittag lang das Essen in seiner Gesamtheit: Geschmacksbildung, Genuss, Esskultur, Psychologie, Gesundheit, Lebensmittelkunde, Sensibilisierung für Qualität, (biologische) Landwirtschaft, Regionalität, Saisonalität, Nutztierhaltung, Globalisierung, Verarbeitung, Technologie, Kochen als Kulturtechnik und die damit verbunden Lebenskompetenzen, Haltbarmachen, Wertschätzen von Lebensmitteln, Lebensmittelabfall-Vermeidung und vieles, vieles mehr. Und so stand der Vormittag ganz im Zeichen des Huhns und das FIBL stellte uns hierfür extra zwei Bio-Hendln zur Verfügung. Zunächst diskutierten wir darüber, wie eine artgerechte Geflügelhaltung in Österreich aussehen sollte, welche Möglichkeiten wir als VerbraucherInnen und KonsumentInnen haben und wie ein Tier möglichst schonend geschlachtet werden kann.  Dann ging es auch sehr bald ans Praktische: Die Kinder durften selbstständig die beiden Hühner zerlegen und lernten dabei den Organismus und Körperbau aus allernächster Nähe kennen. Anschließend machten wir uns an die Zubereitung: Die Innereien wurden zu einer leckeren Hühnersuppe verarbeitet, die übrigen Teile wie Flügel, Keule und Brust wurden mariniert und ins Backrohr geschoben; dazu gabs Ofenerdäpfel. Wenn wir schon ein Tier zum Verzehr schlachten, dann sollten wir auch wirklich alles verwerten! Am Ende dieses Workshops waren sich die Jugendlichen einig: Fleisch schmeckt viel besser, wenn man weiß, dass das Tier zuvor ein artgerechtes Leben hatte und schonend geschlachtet wurde.